1000 Kilometer durch das Sperrgebiet der Namib

Die Bedeutung des Namens "Namib" kann man am ehesten mit „Leerer Platz”  oder „Ort, wo nichts ist” angeben, ähnlich wie die Sahara „Nichts“ und Rub al-Khali „Leeres Viertel“ bedeuten.

Deadflay-Namibia

 

Wir sahen die letzten Überreste der ehemaligen Diamantensiedlungen bei Conception Bay, die nach und nach vom Sand zurückerobert werden. 

Fotoprojekt in Kolmanskuppe/ Namibia Fotoprojekt in Kolmanskuppe/ Namibia Fotoprojekt in Kolmanskuppe/ Namibia Fotoprojekt in Kolmanskuppe/ Namibia Convoi in der Namib Namibdurchquerung alter Siedlertrack in der Namib Fotoprojekt in Kolmanskuppe/ Namibia Diamantensiedlung in der Namib alter Siedlertrack in der Namib Friedhof der Diamantensucher

 

Das Schiffswrack der "Eduard Bohlen" – ein Dampfer der Woermann-Linie, welcher 1909 in der Nähe von Conception Bay strandete. Seither hat sich der Strand weitere 900 m ins Meer geschoben, so dass das Wrack heute in der Wüste liegt.

 

 

off road im Sperrgebiet Eduard Bohlen Eduard Bohlen Wrack der Eduard Bohlen aus der Luft Die Wrack der Eduard Bohlen aus der Luft

 

Als Skelettküste wird der nördliche, von Swakopmund bis zum Kunene, welcher die Grenze zu Angola bildet, reichende Teil der lebensfeindlichen Namib-Wüste in Namibia bezeichnet. Der ursprünglich 1971 als Nationalpark gegründete Teil der Namib-Skelettküste ist 16.845 km² groß.

Geologisch gehört ein Großteil der Skelettküste mit einem Alter von bis zu 1,5 Milliarden Jahren zu den ältesten Gesteinsformationen der Erde. Nebel, heftige Brandung und eine unberechenbare Strömung – der Benguelastrom – machen die Küste von jeher gefährlich für die Seefahrt, aber auch für die früher hier in großer Zahl vorbeiziehenden Wale. Etliche Wracks am Strand und zahlreiche Knochen gestrandeter Wale legen davon Zeugnis ab. Schiffbrüchige, die hier anlandeten, hatten in der Wüste keine Überlebenschance – daher der Name.

Die Skelettküste ist im südlichen Teil bis Torra Bay ein für die Allgemeinheit zugängliches Naherholungsgebiet und wegen seines großen Fischreichtums vor allem bei Anglern beliebt. Deren Ansturm hat mehrere Anglercamps entstehen lassen. Eines dieser Camps hat sich inzwischen zu einer regelrechten Stadt entwickelt: Hentiesbucht.

Friedhof deutscher Diamantensucher off road im Sperrgebiet verlassene 100 jährige Siedlung Überreste eines alten Diamantensuchercamps Reste eines Diamantecamps in der Namib alter Siedlertrack in der Namib

 

Das nördliche, 500 km vom Ugab Rivier bis zum Kunene reichende Naturschutzgebiet an der Skelettküste war als Skelettküste Nationalpark bekannt. Im Osten grenzt das 16.845 km² große Verwaltungsgebiet an das Kaokoveld. Das Gebiet besteht aus zwei Zonen; die südliche ist frei zugänglich und die nördliche darf nur in einem kleinen Gebiet unter Führung entsprechend konzessionierter Reiseunternehmen, die hier wenige Übernachtungscamps unterhalten, besucht werden.

Der Eingang zum Park befindet sich wenige Kilometer nördlich von Meile 108 vor dem Ugab, einem der größten Riviere der Namib, der hier einen wilden und beeindruckenden Canyon in die Marmor, Dolomit und Schieferschichten gegraben hat. Der Park besteht hier aus einer grauen Kiesfläche, erst 100 km nördlich des Parkeingangs bei Torra Bay beginnen Dünenfelder.

Nördlich des Huab Riviers liegt am Strand eine ehemalige Ölbohrstation und dient Kapkormoranen als Brutplatz. Wenige Kilometer nördlich von Torra Bay liegt das Wrack der Atlantic Pride und in einem Cañon aus buntem Sandstein gibt es einen Wasserfall mitten in der Wüste.

Im nördlichen Teil des Küstenparks ist ein besonderes Naturphänomen nahe dem Hoarusib Rivier zu beobachten bzw. zu hören: die Röhrenden Dünen von Terracebucht. Der Dünensand ist hier so beschaffen, dass er bei einer bestimmten Windstärke und -richtung ähnlich einem Schneebrett den Dünenhang hinabgleitet und dabei ein vom Dünenkörper resoniertes Reibungsgeräusch erzeugt, das einem anfliegenden Flugzeuggeschwader gleicht und über viele Kilometer zu hören ist.

Quelle: Wikipedia